PRO POTSDAM GmbH

NEWS | KONTAKT | IMPRESSUM

 Schrift groß/klein

 Seite drucken

PRO POTSDAM erhält DW Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft

Nachhaltiges Unternehmenskonzept erfährt Würdigung

Die PRO POTSDAM kann am 20. Mai 2010 in Garmisch-Partenkirchen einen für die deutsche Wohnungswirtschaft wichtigen Preis in Empfang nehmen. Der Potsdamer Unternehmensverbund erhält den „Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2010“, der von der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft ausgelobt wurde. Mit der Auszeichnung werden herausragende Beispiele für nachhaltiges Handeln in Wohnungs- und Immobilienunternehmen gewürdigt. Vergeben wird die Ehrung in den drei Kategorien ökonomische, ökologische und sozial-gesellschaftliche Nachhaltigkeit. Die PRO POTSDAM erhält den Preis für ihre ökonomisch nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Der Begriff der Nachhaltigkeit hat im Laufe der letzten Jahre eine gewisse Abnutzung erfahren. Deshalb hat der Auslober deutlich gemacht, dass die eingereichten Beiträge mehr mehr als konventionelle Energiesparkonzepte bieten müssen, die man mit dem Modebegriff überschrieben hat. Vielmehr ginge es um überzeugende Beispiele für gesunde, ressourceneffiziente und auf Langfristigkeit ausgelegte Unternehmensstrukturen. Der Geschäftsführer der PRO POTSDAM, Jörn-Michael Westphal, fasste die Bewerbung der PRO POTSDAM heute gegenüber der Presse mit den Worten zusammen: „Wir erhalten den Preis, weil es uns gelingt, soziale und ökologische Aspekte gleichrangig zu berücksichtigen ohne die Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen.“

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Hansjörg Bach, Vorsitzender des Fachausschusses „Betriebswirtschaft“ des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, hatte bei der Entscheidungsfindung vor allem die strategischen Entscheidungen zu berücksichtigen, die innerhalb der vergangenen zehn Jahren aus dem Wohnungsunternehmen GEWOBA den Unternehmensverbund PRO POTSDAM gemacht haben. Das hierbei geltende Motto „Der Zukunft verpflichtet“ statt „Wachstum um jeden Preis“ war die Grundlage von Entscheidungen, die die Entwicklung des Unternehmens nicht nur in ökonomischer Hinsicht prägten, sondern auch entscheidende Impulse für das ökologische und sozial-gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein der PRO POTSDAM lieferten.

Der Wettbewerbsbeitrag der PRO POTSDAM dokumentiert die wesentlichen Schritte der Umstrukturierung der GEWOBA und der Bildung des Unternehmensverbundes.
Zur Sicherung der wirtschaftliche Stabilität der GEWOBA fand ab dem Jahr 2000 eine weitreichende Reorganisiation des Unternehmens statt. Dazu gehörten:
  • Outsourcing-Maßnahmen (Technische Abteilung, Hauswarte) und die Stillegung von Betriebsteilen (Fremdverwaltung, Rechtsabteilung, Mietenbuchhaltung,

  • Einführung einer neuen Unternehmenssoftware (SAP) und eines Monatsreporting an die Banken (2001),

  • Einführung einer Integrierten Betriebskostenabrechnung (2002),
    Installierung eines tagtäglich rund um die Uhr erreichbaren telefonischen Kundendienstes mit SAP-Einbindung (2003),

  • Start einer internetgestützten Handwerkerkopplung mit automatisierter Beauftragung und Abrechnung von Kleinstreparaturen (2004),

  • Betriebskostenbenchmarking mit monatlicher Funkfernablesung durch Hauswarte,
    Data-Mining/Scoring-Verfahren für Mietrückstandsbearbeitung (2005), das zur Reduzierung von Mietrückständen um 54% führte,

  • Verstärkung der Personalentwicklung (2007),

  • Einrichtung des Wohnservice GEWOBAplus: Intensivierung der Vermittlung wohnungsnaher Dienst- und Handwerksleistungen an Mieter (2008),

  • Erfolgreiche Einführung der elektronischen Mietvertragsakte (2009).

Die betriebswirtschaftliche Optimierung der GEWOBA führte zu einer deutlichen Reduzierung der Verluste und zur Stabilisierung der Gesellschaft. Die neue Leistungsfähigkeit überzeugte auch die Stadtverordneten: Sie übertrugen 2006 die Führung der kommunalen Unternehmen im immobilienwirtschaftlichen Bereich der GEWOBA. Der damit gegründete Unternehmensverbund, in dem der u.a. Entwwicklungsräger Bornstdeter Feld und der Sanierungsträger Potsdam seinen Platz fanden, besteht inzwischen aus 11 Unternehmen, dem weitere Aufgaben zur Unterstützung der Stadtentwicklung übertragen wurden:
  • Entwicklung des innerstädtischen Areals Speicherstadt als Infrastrukturmaßnahme für die Landeshauptstadt

  • Entwicklung des Potsdamer Olympiastützpunkts „Luftschiffhafen“ u.a. mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle aus den Mitteln des Konjunkturpakets II

Mit diesen Aufgaben werden Leistungen für die Stadt erbracht, die über die ökonomische Bewertung der Kosten- und Leistungsrechnung des Unternehmens hinausgehen. Ziel ist der langfristige Nutzen für die Landeshauptstadt im Sinne der Nachhaltigkeit. Das in 2000 vorgegebene Ziel, ab 2011 Gewinne zu erzielen, konnte trotz dieser zusätzlich übertragenen Aufgaben bereits in 2009 erreicht werden.

Der wirtschaftliche Erfolg ist die Grundlage des ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Engagements der PRO POTSDAM. Umsatzgewinne können nicht losgelöst von Umfeldvariablen betrachtet werden, sondern sind fest an sie gekoppelt: So haben die Erkenntnisse zum Klimawandel und die daraus resultierenden gesetzlichen Verbindlichkeiten elementare Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft. Die von der PRO POTSDAM durchgeführten Bestandssanierungen mit hoher Energieeffizienz haben so nicht nur zur mieterfreundlichen Reduzierung der Betriebskosten geführt, sondern ebenfalls positiv die Reduzierung von C02-Emissionen mitbestimmt. Zugleich haben diese Maßnahmen zu einer erheblichen Verbesserung der Wohnumfelds und der Wohnqualität beigetragen, die sich wiederum in einer verbesserten Anreizstruktur für Neuvermietungen niederschlägt. Geschäftsführer Westphal: „Nur unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Handlungsprämissen kann die PRO POTSDAM tatsächlich nachhaltig wirtschaften.“

Ein Beispiel für eine mehrdimensionale Strategiebildung ist das Konzept der PRO POTSDAM für die „Gartenstadt Drewitz“. Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung war immer die Frage nach der Sozialverträglichkeit der Umgestaltung des Wohngebiets. Das Gartenstadt-Konzept beinhaltet zum ersten ein wirtschaftlich machbares wohnungswirtschaftliches Sanierungs- und Modernisierungskonzept, zum zweiten aber auch ein energetisches und zum dritten ein städtebauliches Konzept. Mit ihrem Ansatz, jetzigen Bewohnern auch nach der Aufwertung des Viertels Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, der sowohl ökologisch und energetisch effizient, im Mietpreis sozial verträglich, gesellschaftlich akzeptiert und auch ökonomisch sinnvoll zu bewirtschaften ist, schlägt die PRO POTSDAM bereits das nächste Kapitel nachhaltiger Unternehmensführung auf.

Weitere Informationen

Der Oberbürgermeister gratuliert der PRO POTSDAM
>> Lesen Sie hier Pressemitteilung der Stadt

GdW-Wohnungsunternehmen für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet
>> Lesen Sie hier Pressemitteilung des GdW mit der Vorstellung der Preisträger

Wir gehen sorgsam mit dem uns anvertrauten Vermögen um.